Montag, 29. April 2013

Taschenspieler Bube

Wer kennt sie nicht, die Taschenspieler- CD? Auf der Creativa in Dortmund konnte ich nicht widerstehen und es war auch gleich klar, welche Tasche als erstes genäht werden wollte: Der Bube.

Ich wollte sie eigentlich meinem Mann nähen, weil er ja immer sein unser Laptop mit zur Arbeit nimmt und das macht er mithilfe eines hässlichen gekauften Koffers vom Möbelschweden. Schluss damit, dachte ich.

Aber zuerst kommt die Pflicht, dann die Kür. Deswegen habe ich mal einen Buben zur Probe genäht, für mich quasi ( nein, ich habe keinen Taschentick).

Damit der aber nicht so langweilig daherkommt, habe ich mir bei Kunterbunt-Design diese Happy-Blume sticken lassen. Ey, das war die kleinere Größe und die ist schon riesig! Außen Antik-Kunstleder von hier, innen Hamburgerliebe Drops. Die coolen Retro-Schnallen habe ich bei DaWanda gefunden.

Mein Mann findet die Tasche gut ( okay, die rosa Blume jetzt nicht so ) und der zweite Bube für den "Buben" ist bereits in Arbeit.

Mal sehen, welche Tasche ich als nächstes mache. Der König sieht ja auch nicht schlecht aus...

 

Donnerstag, 25. April 2013

Rums im Malina-Kleid

Irgendwann habe ich mal bei DaWanda so ein Jerseykleid mit Bubikragen gesehen. Knapp 100€ waren mir persönlich dann aber doch zu teuer dafür. Na, wozu kann Frau selber nähen? Eigentlich wollte ich den Bloomy Jersey mit einem schönen senfgelb kombinieren, habe mir verschiedene Probestöffchen zuschicken lassen, aber passen wollte keiner:(.

Letztendlich habe ich mich also für Braun entschieden. Sieht jetzt zwar eher nach Herbst aus, als nach Frühling, aber hey? Wen stört es?

Wenigstens Leggins, Schuhe und Tasche sind gelb, das soll dann auch reichen.

Da fällt mir gerade ein lustiger Witz von Otto ein: " Meine Frau, die hat die Gelbsucht und nen ziemlich breiten Mund, die darf man nicht zur Post schicken, da stecken die Leute immer Briefe rein". Muhahahah.

Wo war ich? Ach so, das Kleid gehört natürlich zu Rums. Ich werde gleich mal schauen, wer heute so alles mitmacht. Hier geht's lang...

 

Mittwoch, 24. April 2013

Unser Garten "Häuschen"

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, hat ihn vielleicht schon gesehen: unseren Bauwagen aka Gartenhäuschen.

Vor einigen Jahren habe ich mir in den Kopf gesetzt, statt Holzhütte einen Bauwagen im Garten haben zu wollen. Glücklicherweise wurde in der Nähe einer zum Verkauf angeboten. Einzige Bedingung: muss abgeholt werden. Tja, aber wie? Der Bauwagen hatte nur so eine Anhängerkupplung, wie man sie von landwirtschaftlichen Anhängern kennt. Ein befreundeter Bauer war dann so nett und hat mit seinem Trecker das Teil abgeholt. Von hinten über die abschüssige Wiese rückwärts in unseren Garten. Vorher musste noch eine Tanne ihr Leben lassen, sonst hätte der Bauwagen nicht den Weg in unseren Garten gefunden. Beim Rangieren hätte mein Mann noch fast einige Finger eingebüßt, oha, ich sag euch, sowas vergisst man nicht.

Dann begann das Renovieren: mit Schwingschleifer wurde der maroden grauen Farbe und dem Rost auf dem Dach zu Leibe gerückt, eine Freude für die ganze Nachbarschaft. Ein Freund hatte noch alte Butzenfenster von seiner Hausrenovierung übrig, also diese auch abgeschliffen ( ein Mammutprojekt ) und neue Farbe dran. Dann das Fenster einsetzen: ich höre meinen Mann heut noch fluchen. Anschließend den Rest der Fassade streichen. Bis hierher dauerte der Spaß schon 8 Wochen.:o

Der Innenausbau war etwas spaßiger, weil wetterunabhängig. Erst haben wir ihn mit Strom versorgt. Die Wände wurden verkleidet und gestrichen, anschließend Laminatboden verlegt.

Insgesamt war das unser Sommerprojekt 2009. Nach 3 Monaten intensiven Handwerkens strahlte unser Bauwagen in neuem Glanz. ( Ich erwähne jetzt mal nicht, daß beim Fenster einsetzen was schief gegangen ist, der Winter kam und Feuchtigkeit einzog und wir den Rahmen erneut abschleifen mussten, ebenso die Wand rundherum erneuern etc.)

Was ich damit sagen will: überlegt euch gut, ob ihr nicht doch lieber zum Baumarkt fahrt und ein Holzhäuschen kauft für den Garten. Obwohl, mir gefällt er immer noch sehr gut und seit heute ist er auch vom Wintermief befreit und kann wieder genutzt werden. Seht selbst:


 

By the way: morgen ist Donnerstag und da Rumst es wieder. Ich freu mich schon...

 

Donnerstag, 18. April 2013

RUMS !

Hach, was freu ich mich, daß wir endlich das passende Wetter zu diesem Shirt haben. Genäht habe ich es im letzten Jahr, als es mit den Temperaturen schon steil bergab ging. Deshalb lag es bis heute im Schrank. Und obwohl ich es seinerzeit im Blog schon vorgestellt habe, muss ich es heute doch noch mal mit einem Rums-Post würdigen. Der Schnitt ist Burda, näht sich wirklich flott, den Jersey hab ich bei meiner Lieblingsstoffdealerin gekauft und ärgere mich jetzt, daß ich nicht mehr mitgenommen habe, denn: er rollt sich nicht und fällt trotzdem ganz fließend. Und das Beste daran: die linke Stoffseite ist Uni grau, d.h., man kann beide Seiten nutzen. Aber ich musste eh schon 1,65 m davon haben, soviel braucht man leider für dieses Schätzchen.

So. Genug gefaselt, hier kommt mein Lieblingsteil derzeit:

Wo es heute sonst noch rumst, seht ihr hier.

 

Freitag, 12. April 2013

12 von 12 April

Der erste 12 er ohne Schnee. Hurra!

Noch vor dem Frühstück wichtige Unterlagen gesichtet.
Selbiges eingenommen. Mehr passt morgens nicht rein bei mir.
Mich am gekauften Frühling erfreut. Im Garten haben sich bisher nur Krokusse aus der dunklen Erde getraut.
 
Um die Mollie Makes zu bekommen, habe ich eine stundenlange Odyssee durch alle hiesigen Läden gemacht. Ohne Erfolg. Das war vor einer Woche. Dann übers Internet bestellt und heute darf ich mal schmökern.
Nach überaus langweiliger Bürotätigkeit noch mein Bänderchaos geordnet.
Dabei kam ich auf die Idee, so hübsche Webbandkarten zu basteln.
Beim Einkaufen ist mir das in den Wagen gehüpft. Günstig bei A**i Nord.

Während Chicken Wings im Ofen vor sich hin bräunen, Salat zubereitet.
 
Shoppen. Eigentlich für den Großen, aber diese Hose schrie mich förmlich an, sie aus dem coolen Skaterladen zu befreien.
Noch Hausaufgaben kontrollieren,

 

dann Spiele für heute Abend aussuchen. Wir treffen uns bei Freunden zum Spieleabend.*freu*

Nach dem Abendessen noch hieraus vorlesen. Endlich hat Sven Nordquist wieder einen Petterson& Findus geschrieben und illustriert.

Wer noch alles mitmacht bei 12 von 12, sieht man wie immer auf Caros schönem Blog!

Ein sonniges Wochenende wünscht euch

Bine

 

Donnerstag, 11. April 2013

Drachennähen leicht gemacht-FAQ

Hier findet ihr die Antworten auf die häufig gestellten Fragen zum Thema.
1.) Verkaufst du den Drachen auch?
Nein, leider nicht. Ihr wisst nun, wie zeitaufwändig dieses Projekt ist und da wäre dann auch noch die Sache mit dem Urheberrecht. Ich habe aber im www. schon jemanden ergoogelt, der das macht. Allerdings nicht ganz günstig...
2.) Wie druckt man die Schnittmuster aus?
Auf der Deviant Art Seite sind ja diese farbigen Anleitungen. Diese sind im Jpeg Format, also macht es Sinn, sie mit einem Bildbetrachtungsprogramm zu öffnen, z.B. XN View. Dann kann man sie markieren und gegebenenfalls etwas größer machen (skalieren 150%). Druckvorschau klicken und prüfen, dann erst drucken. Mein Schnittmuster ist etwas anders, d.h. ich habe die Teile angepasst und die großen Flügel verändert. Das PDF öffnen und ganz normal drucken. Skalierung 100%.
3.) Wie groß ist der Drache?
Der fertige Drache ist ca. 90 cm lang und hat eine Flügelspannweite von ca. 80 cm.
4.) Ich bin Nähanfänger. Kann ich den trotzdem nähen?
Als ich den ersten Drachen genäht habe, war ich auch absoluter Anfänger und hatte nur die englische Anleitung. Also: yes, you can :)
5.) Kann ich den Drachen auch ohne Nähmaschine nähen?
Ich denke schon. Natürlich verlängert das die Dauer der Anfertigung enorm, aber im Prinzip kann man das machen.

Mittwoch, 10. April 2013

Drachennähen leicht gemacht #7

Auf zum Endspurt. Heute bringen wir unserem Drachen das Fliegen bei. :o)
Wir nehmen uns einen Flügel und legen ihn rechts auf rechts aufeinander. Dort, wo die Nadeln stecken, steppen wir an der Nahtzugabe ab. Damit die Spitzen nachher auch wirklich spitz sind, schneiden wir die Nahtzugabe ganz knapp neben der Naht gerade ab.
Dann wenden wir den Flügel und formen die Spitzen schön vorsichtig aus. Auch hier hilft unser Eßstäbchen.

Nun zeichnen wir wie auf dem Schnittmuster die Linien mit Kreide an, an denen wir dann entlang nähen. Aaaber wir lassen zur Wendeöffnung hin gut 2 cm Platz, das macht später das Ausstopfen leichter.

Dieser obere Teil soll die Muskulatur sein. Jetzt braucht der Drache auch noch Knochen. Damit die auch zu sehen sind, legen wir uns jetzt, da wo die Spitzen sind, die Falten.


Auf dem Bild oben sieht man gut, wie wir die Falten stecken. Fünfmal machen wir das und nähen dann knapp entlang. Bitte nicht oben über die Naht nähen, wo der Flügelarm ansetzt.
Oben sehen wir die Oberseite des Flügels,
und hier die Unterseite.
Den zweiten Flügel gegengleich arbeiten.
Wer einen Draht in die Flügel machen möchte, sollte sich ein ca. 70 cm langes Stück abschneiden und das eine Ende mit Isolierband umwickeln. Nach vier Drachen, die ich gemacht habe, kann ich sagen, daß das mit dem Draht nichts für Kinderhände ist. Der Stoff wird durch Knuddeln so stark beansprucht, daß früher oder später der Draht irgendwo herausschaut. Sehr gefährlich! Daher verzichte ich ab jetzt darauf. Wie ich das mit dem Draht gemacht habe, sieht man hier:
Nun den Draht reinstecken in einen Flügel und mit Watte dicht ausstopfen.
Nun muss der Draht durch den Körper. Die Flügel sind etwa oberhalb der Vorderbeine angebracht, also anhalten, Stelle markieren und kleine Löcher mit spitzer Schere bohren. Draht durchstecken. Aua.
Jetzt halten wir den anderen Flügel an und schauen, ob der Draht nicht zu lang ist. Gegebenenfalls kürzen. Isolierband an die Spitze kleben. Dann genauso wie auf der anderen Seite ausstopfen.
Die Drahtlosen können ab hier weitermachen.
Die Muskelstränge werden jetzt richtig dicht mit Watte ausgestopft. Das kann eine Weile dauern, weil wir immer nur kleine Stückchen Watte reinstopfen, sonst gibt es an den engen Stellen einen Wattestau :O. Ich sach nur: Eßstäbchen.
Das Annähen mit der Hand dauert auch, also macht es euch bequem. Ich stecke mir den oberen Teil erstmal mit einigen Nadeln fest und nähe mit Steppstich von links an. Wer nicht weiß, wie es geht, kann sich zum Beispiel dieses Video ansehen.
An der Unterseite kommt wieder der Matrazenstich zum Einsatz.
Flügel dran? Hurra! Fehlt nur noch die Prothese. Ich habe sie aus Kunstleder gemacht, man kann aber auch Filz nehmen, oder Baumwolle, falls man sie rot machen möchte mit Totenkopf, wie am Ende des Films. So arbeiten wie den ersten Schwanzflügel. Dann die Wendeöffnung nach innen klappen und von außen absteppen.
Dann messen wir den Schwanzumfang und schneiden ein Band. Dieses nähen wir vorne fest. Die noch offene Seite kann jetzt mit mit einem Kam Snap oder Klett bestückt werden. Ebenso die angenähte Kante am Flügel. Die bekommt den anderen Kam Snap oder eben den anderen Klettteil ( Flausch oder die raue Seite.)
Die Schwanzspitze bekommt noch eine Schlaufe zum drüberstülpen, da auch vorher messen, ob es stramm sitzt. Schlaufe am Flügel annähen.


Am Drachen befestigen uuuuuuunnnnnddddd fertig!!!




Der Nachtschatten. Größe: unbekannt. Geschwindigkeit: unbekannt.

Er ist der ruchlose Spross von Blitzschlag und Gevatter Tod. Einzige Überlebenschance: verstecken und beten, daß er einen nie findet.
Zitat aus "Drachenzähmen leicht gemacht".



Ich hoffe, mein Tutorial war hilfreich. Falls noch Fragen aufkommen, scheut euch nicht, mir eine Email zu senden oder über die Kommentarfunktion. Ich werde evtl. noch einen FAQ-Post schreiben.
Gerne könnt ihr mir auch Bilder von eurem Ohnezahn schicken, ich veröffentliche sie dann hier in meinem kleinen Blog.
Liebste Grüße,
Bine

Dienstag, 9. April 2013

Drachennähen leicht gemacht #6

Unser Thema heute: Kopf annähen und Drache ausstopfen. Klingt nach mal eben schnell gemacht, dauert aber. Dafür werden wir aber mit einem (noch) flugunfähigen Drachen belohnt.
Wichtig ist hierbei, daß die Hörnerteile gut zusammen genäht sind, denn ich mache es anders als in der Anleitung, sprich: ich nähe den Kopf erst oben im Hörnerbereich an und stopfe ihn durch die Öffnung am Kinn aus. Denn es hat sich gezeigt, daß die Kinnöffnung von Hand leichter zu schließen ist als der Oberkopf. So müsste der Kopf also aussehen:
Am Besten schließen wir erst die kleinen Minihörner, indem wir sie wieder rechts auf rechts legen und die noch offene Kante zunähen.
Die Mittelnaht des Kopfes sollte mit der Rückenmittelnaht aufeinander treffen, also stecken wir von der Mitte nach außen fest.
Bis direkt vor die kleinen Hörnchen stecken und dann füßchenbreit absteppen.
Jetzt sollten wir alle Nähte kontrollieren, gegebenenfalls im Bereich der Hörner und der Beine, falls wir sie extra angenäht haben, eine zweite Naht drüber machen. Aus leidvoller Erfahrung kann ich diese Maßnahme nur empfehlen, wenn man vorhat, den Drachen in Kinderhände zu geben. ;o)
So sieht es an der Unterseite aus.
Jetzt ist ein Trichter hilfreich, denn das Softgranulat muss zuerst in die Füße
Was die Menge angeht: ich nehme immer soviel, daß der Fuß eine angenehme Schwere hat, so ca. ein halbes Teelichtglas voll pro Fuß. Müsst ihr halt ausprobieren.
Jetzt kommt die Watte. Sehen wir uns die Zeichnung an:
Rote Stellen dicht ausstopfen ( und ich meine sehr dicht), die gelben weniger dicht. Ich hatte noch mehr als ein Viertel in meinem Wattebeutel und dachte, es würde locker reichen. Doch leider reichte es nicht, so daß Ohnezahn die Innereien zweier Bären fressen musste, damit ich genug für den Kopf hatte, lol.
Yummy


Nachdem wir alles schön ausgestopft haben und kontrolliert haben, ob es auch gut aussieht, schließen wir mittels Matrazenstich die Kinnöffnung. Wer nicht weiß, wie das geht, hier findet man eine plausible Erklärung mit Bildern.
Nach dem Zunähen sieht es dann ungefähr so aus:
Vielleicht wird es bei euch ordentlicher *räusper*.
Kann noch nicht fliegen, sieht aber schon süß aus, nech?
Jetzt schauen wir mal, was von unserem Schnittmusterhaufen noch übrig ist:
Joa, ich würde sagen: beachtlich geschrumpft.
Und morgen starten wir mit dem letzten Teil, hurra!